Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg der neunten Klassen

Im Rahmen des GSE-Unterrichts fuhren die beiden neunten Klassen der Mittelschule unter der Leitung von Sebastian Ebner und Michael Kindsmüller zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Der Ort war für die Nazis ideal, um zwei Ziele zu verwirklichen: zum einen um Feinde des Nazi-Reiches weitgehend abgeschirmt von der Bevölkerung zu Tode schuften zu lassen, zum anderen, um wertvollen Granit abzubauen. Die Menschen wurden am Eingangsbereich, wo der Spruch „Arbeit macht frei“ stand, empfangen. „Frei“ wurden sie aber nur durch den Tod. Auf dem Appelllatz erzählte der Gruppenleiter, dass einmal die KZ-Insassen drei Tage und Nächte stehen mussten, als ein Häftling sich im Granitabbaugebiet versteckt hatte. Das unvorstellbare Leid, das die Menschen erdulden mussten, war für die Schüler schwer zu begreifen. Das Männer-KZ hatte noch etwa 90 weitere Außenlager. Insgesamt starben zusammen mit den Außenlagern zwischen 1938 und 1945 etwa 25000 Menschen, in Flossenbürg alleine rund 15000. Jeder Häftling bekam eine Nummer, eine Montur Kleidung und ein paar Holzschuhe. Krankheiten, massiver Läuse- und Flohbefall waren ständiger Begleiter und führten häufig zum Tod. Um das KZ war ein Stacheldrahtzaun gezogen, der mit 2000 Volt geladen war.

Besonders zynisch ist die Tatsache, dass die SS-Offiziere direkt neben dem Konzentrationslager wunderschöne Häuser mit ihren Familien bewohnten, Tennis spielten und sich vergnügten.

 

Oktober 2018

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