Wir sind eine Fairtrade-Schule

Die Mittelschule Oberroning darf sich ab sofort Fairtrade-Schule nennen.

 

Elisabeth Krojer von Fairtrade Deutschland kam kürzlich an die Schule, um das Zertifikat an das Fairtrade-Team der MSO zu übergaben.

 

 

Die achten Klassen erfuhren im Rahmen der Verleihung bei einem Vortrag von Frau Krojer viel Wissenswertes über das Thema Fairtrade.

Die Mittelschule Oberroning ist von den 560 Fairtrade-Schulen in Deutschland die 185ste Schule in Bayern und die erste Schule im Raum Rottenburg, die die Zertifizierung als Fairtrade-Schule erhalten hat. Dazu gründete man unter Leitung von Lehrerin Sabine Hallmer ein Schulteam, dem Lehrer, Schüler und Mitglieder des Elternbeirats angehören, man bietet fair verhandelte Produkte an der Schule an, organisiert Fairtrade-Pausenverkäufe und man hat den Fairtrade-Kompass unterzeichnet. Elisabeth Krojer lobte den Einsatz der MSO, innerhalb von nur neun Monaten konnte man die Zertifizierung erlangen. „Zurücklehnen dürft ihr euch aber nicht, denn in zwei Jahren wird das Erreichte überprüft“, so Krojer.
Während die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen, die zum Teil auch im Fairtrade-Team vertreten sind, schon echte Experten in Sachen fairer Handel sind, wurden die Achtklässler jetzt informiert, was es denn mit diesem Thema auf sich hat. „Wir wollen, dass es allen gut geht, dass die Welt fairer wird, dazu müssen wir alle was tun“, erklärte Elisabeth Krojer den Schülern der achten Klassen.
700 Millionen Menschen haben weniger als 1,90 Dollar pro Tag zum Leben, Kleinbauern in Südamerika, Afrika und Asien erhalten keine gerechten Löhne, Kinder müssen schwer arbeiten. Die Fairtrade-Bewegung arbeitet daran, diese Situationen zu verbessern.
Fairtrade bedeutet, dass Produzenten und Konsumenten von Waren gleiche Mitspracherechte haben. Es gibt feste Mindestpreise für Waren. Die Palette ist riesig und geht von Reis über Bananen und Schokolade bis hin zu Fußbällen. Besonders fair arbeitende Regionen werden durch Prämien wie Brunnen, Schulen, Krankenhäuser oder Straßenbau belohnt, Kinderarbeit und Zwangsarbeit werden verboten, es gibt langfristige Handelspartnerschaften und die Umweltstandards und der Bio-Anbau sollen gefördert werden.
Von Frau Krojer erfuhren die Achtklässler, dass jeder Deutsche nur 13 Euro im Jahr für Fairtrade-Produkte ausgibt. Da sei viel Luft nach oben, im Handel wären über 3000 Produkte erhältlich.
Auch die stellvertretende Schulleiterin Sabine Röhrl appellierte an die Schüler, sich das Fairtrade-Logo beim Einkaufen öfter ins Gewissen zu rufen. Die Ausrede, dass die Produkte viel teurer seien, gelte inzwischen kaum mehr, auch Supermärkte wie EDEKA und Lidl führen breite Paletten.

 

Dezember 2018

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