spendenlauf für Ukunda

Kürzlich verwandelte sich der Innenhof und der Park der Mittelschule Oberroning in eine große Laufstrecke.

Die Mittelschüler veranstalteten einen Spendenlauf zugunsten des Vereins KiG Ukunda e.V.

Dieser Verein unterstützt den Kindergarten Victory in der kenianischen Stadt Ukunda.

 

Die Läuferinnen und Läufer der Klassen fünf bis neun hatten sich alle Sponsoren gesucht und konnten am Ende die gigantische Summe von über 3400 Euro spenden. 

Organisiert hatte den Spendenlauf  Sabine Hallmer, Klassenlehrerein der 7M und verantwortlich für das Schulpastoral an der Mittelschule in Oberroning. Vorgabe für die Schülerinnen und Schüler war, einen rund 400 Meter langen Kurs durch das Schulgelände in 30 Minuten so häufig wie möglich zu absolvieren. Die Schüler und auch eine ganze Menge Lehrer hatten sich dazu Sponsoren gesucht, die für jede Runde einen bestimmten Betrag spendeten. Die Sponsoren kamen meist aus Familie oder Verwandschaft. Mit Pflege-Aktiv Schmid aus Mainburg und Maschinenbau Rötzer hatten sich auch zwei Firmen beteiligt. Andrea Schmid sponserte alle Fünftklässler, Michael Rötzer unterstützte die Klasse 7M. Sabine Hallmer und Schulleiter Benedikt Utz hatten das Ziel ausgegeben, rund 1000 Euro zu erlaufen. Am Ende wurden es unglaubliche 3413,17 Euro. 
Großen Anteil daran hatten auch die fünften Klassen, die zusammen 660 Runden erliefen. Den Rundenrekord hält ebenfalls ein Fünftklässler. Luis Glöbl schaffte 18 Runden, genau wie Michael Kindsmüller, Klassenleiter der 9A. „Wir haben uns entschieden, das Geld an KiG Ukunda e.V. zu spenden, weil zur Familie Brunner aus Langquaid, die den Verein leitet, ein sehr guter Kontakt besteht und wir wissen, dass das Geld direkt vor Ort übergeben wird“, erklärt Sabine Hallmer. Der Spendenlauf soll mit immer wechselnden caritativen Zwecken eine feste Einrichtung an der Schule werden. 
Zur Übergabe des großen Schecks waren Alexandra und Christian Brunner nach Oberroning gekommen. Aus den Händen von Sabine Hallmer, Schulleiter Utz, Christian Rötzer und Andrea Schmid konnten sie die Spenden entgegen nehmen. Die Brunners erklärten, dass das Geld für Essen, Schulkleidung und Schulmaterial für die derzeit 38 Kinder im Kindergarten und in der Vorschule verwendet wird. Der Verein will die Vorschule ausbauen. Dazu musste in diesem Jahr ein neues Grundstück gekauft werden. Nach kenianischen Vorschriften müssen dort nun drei Steingebäude gebaut werden. Das stelle den Verein vor schwierige finanzielle Anforderungen. 
Schulleiter Benedikt Utz regte an, weitere verbindende Projekte mit den Kindern in Ukunda zu starten. Er können sich zum Beispiel vorstellen, einen Emailaustausch mit den Kindern der Vorschule ins Leben zu rufen, dass die Oberroninger Schüler einen Einblick in deren Leben erhalten und gleichzeitig ihre Englischkenntnisse trainieren. Alexandra Brunner zeigte zudem in den sechsten und siebten Klassen Bilder aus Kenia, so dass die Schüler sehen konnten, was ihr Geld vor Ort bewirkt. 
Ukunda ist übrigens ein Küstenort in Kenia. Er liegt im Kwale County etwa 30 Kilometer südlich von Mombasa an der Transitstraße A 14 Mombasa - Lunga Lunga Main Road nach Tansania.
In Ukunda wohnen viele Arbeiter, die im Tourismusgewerbe an der Ostküste Kenyas tätig sind. Darüber hinaus gibt es außer in der Landwirtschaft und Viehhaltung keine weiteren Erwerbsmöglichkeiten. Über die Hälfte der Bewohner Ukundas sind arbeitslos.
Was jedoch viele Touristen nicht mitbekommen, ist die große Armut der Bevölkerung, die die Bewohner weit abseits der Hotels erleiden. Es mangelt an sauberem, gesunden Trinkwasser und an Nahrungsmitteln. Ebenso ist die medizinische Versorgung vielfach nicht ausreichend oder für viele nicht erschwinglich. Aus diesen Gründen haben auch viele Kinder nicht die Chance in Kindergärten oder in Schulen zu gehen, weil sich die Eltern dies finanziell nicht leisten können. Um diesem vorzubeugen, ist die  Zielsetzung des Vereins KiG Ukunda e.V. den Kindergarten "Victory" in Ukunda finanziell zu unterstützen.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule in Oberroning haben nun ihren Teil dazu beigetragen. 

 

September 2018

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