30 Jähriger Krieg

Musketen laden und abfeuern!


Wir, die 7. Klassen der MSO,  bekamen am Mittwoch, den 27.11.2019, Besuch von zwei Herren der „Schierlinger Gennßhenkher“. In voller Ledermontur und gekleidet wie Männer während des 16.Jahrhunderts berichteten sie uns von der grausamen Zeit des 30-jährigen Krieges, zeigten uns Waffen, Rüstungs- und Alltagsgegenstände von damals.


Der Dreißigjährige Krieg begann als Religionskrieg zwischen Protestanten und Katholiken und wütete von 1618 bis 1648 in Europa. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten im Reich trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus. 
Nachdem Martin Luther mit seinem Thesenanschlag 1517 ungewollt eine Reformation der katholischen Kirche losgetreten hatte, fanden in den Folgejahren und –jahrhunderten seine Ideen immer mehr Anhänger. Das passte der Kirche natürlich nicht und sie startete Rekatholisierungsversuche in den Gebieten, die sich vom Papst lossagten. Als Auslöser des Krieges gilt heute unter anderem der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände offen ausbrach. Dieser richtete sich gegen den böhmischen König aus dem Haus Habsburg, der versuchte die Menschen wieder zum katholischen Glauben zurückzuführen.


Doch die Soldaten auf dem Schlachtfeld waren die übergeordneten Konflikte eher gleichgültig, denn Krankheiten, lebensgefährliche Verletzungen, Hinrichtungen, Vergewaltigung, Hunger und eine Verrohung der Gesellschaft war ihr Alltag. In den dreißig Jahren, die der Krieg dauerte, verloren rund ein Drittel der Einwohner Europas dadurch ihr Leben. Somit zählt er zu den opferreichsten Kriegen der Frühen Neuzeit.
Unter den Fußsoldaten gab es Pikeniere, die mit einer Pike (langer Holzstab mit einer Lanze) kämpften, und Musketiere, die mit einer Muskete (Gewehr, das mit Schwarzpulver und Feuer funktioniert) kämpften. Und diese Waffen wurden den Klassen 7a, b und M gezeigt und auf dem Pausenhof vorgeführt. Dafür brauchte es viele Schritte, um eine Muskete zu laden und  beim Abfeuern gab es einen ganz schön lauten Knall. 


Dank unserem Besuch haben wir einen guten Einblick in das (Soldaten)Leben während des Dreißigjährigen Kriegs erhalten und können uns das nun gut vorstellen!

 

Dezember 2019

MS Oberroning

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