Die 8. Klassen gegen das Vergessen

Am 20.10.20 fuhren wir, die achten Klassen, unsere Klassenlehrer Frau Zitzelsberger, Frau Untergrabner und Herr Reichmann, dazu Herr Benkert und Herr Utz, los in Richtung nördliche Oberpfalz. Nach der zweistündigen Fahrt erreichten wir unser Ziel: die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg

 

Nachdem wir in Gruppen aufgeteilt worden waren, ging die Führung mit einem dreistündigen Rundgang über das Gelände los. Auf dem eigentlichen Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers sind nur noch einige der Originalgebäude erhalten, darunter Wachtürme, das Wäschereigebäude, die Lagerküche, sowie das Krematorium.

 

Die Führung der SS wollte mit Hilfe des Arbeitslagers, die Arbeitskraft der Häftlinge durch Zwangsarbeit das Granitvorkommen im nahegelegenen Steinbruch ausbeuten. Unter den Häftlingen waren neben Juden, Sinti und Roma, auch Schwerverbrecher aus Gefängnissen, Kriegsgefangene sowie Widerständler aus besetzten Gebieten.

 

Im Gebäude der ehemaligen Wäscherei konnten wir in der Ausstellung "Konzentrationslager Flossenbürg 1938 – 1945" uns nicht nur über das Lager in Flossenbürg und dessen Außenlager informieren, sondern lernten auch etwas über einige der Menschen, die zum Teil aus ganz Europa dorthin verschleppt worden waren. Dokumente, Objekte (z.B. gestreifte Häftlingskleidung, geschnitzte Kästchen oder Kämme), Fotos und Zitate der ehemaligen Häftlinge gaben uns einen Einblick in den Lageralltag, den Kampf ums Überleben darin und das Sterben.

 

Besonders der Steinbruch und die Treppe, auf der Häftlinge, auch im Winter, die schweren Granitblöcke schleppen mussten, oder das Krematorium, in dem die Leichen der toten Arbeiter verbrannt wurden, beschäftigten uns.

 

Durch diesen Ausflug nach Flossenbürg wurde der historische Ort für uns vorstellbar und das Schicksal der Opfer anschaulich.

 

Oktober 2020

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