Interview mit Herrn Pfarrer Alfons Leibl

Nachdem Herr Pfarrer Pöschl Mitte 2020 die Kirchengemeinde  verließ, übernahm Herr Pfarrer Alfons Leibl am 01. September das Amt in den Pfarreiengemeinde Rottenburg, Inkofen, Oberhatzkofen mit etwa 5000 Gläubigen.

Während des Lockdowns führten wir mit ihm ein Interview, um ihm die Möglichkeit zu geben sich vorzustellen:

 

MSO: Grüß Gott, Herr Pfarrer Leibl. Schön Sie kennenzulernen! Bitte stellen Sie sich kurz unserer Schulfamilie vor.

 

Pfarrer Leibl:  Ich (Jahrgang 1961) stamme aus einer kleinbäuerlichen Familie im Landkreis Straubing, wodurch eine landwirtschaftliche Berufswahl ins Blickfeld rückte. Nach dem Studium an der FH Weihenstephan in Schönbrunn bei Landshut, war ich in der Staatlichen Landwirtschaftsverwaltung tätig. Mit dem Entschluss Priester zu werden, trat ich nach dem Theologiestudium in die Abtei Plankstetten ein. Wegen unvereinbarer Sichtweisen und langjähriger Tätigkeit in der Pfarrseelsorge, wechselte ich 2015 in meine Heimatdiözese und bin nunmehr inkardinierter* Pfarrer der Diözese Regensburg.

 

MSO: Was hat Sie dazu bewegt in die Pfarrei nach Rottenburg zu kommen?

 

Pfarrer Leibl:  Nach meinen Einarbeitungsjahren in der Pfarrseelsorge der Diözese mit zwei Einsatzorten, ist die Bistumsleitung an mich herangetreten, die Pfarrstelle in Rottenburg zu übernehmen. Mit der Übernahme dieser Pfarrstelle in Niederbayern, schließt sich wieder mein „Lebenskreis“.

 

MSO: Wie war Ihr Start in Rottenburg?

 

Pfarrer Leibl:  Nachdem ich bisher in kleineren Pfarreien tätig war, bedeutet die Arbeit in der

Pfarreiengemeinschaft  Rottenburg – Inkofen – Oberhatzkofen eine größere Umstellung, die mir mit der heimatlichen Umgebung und der Unterstützung der pfarrlichen Mitarbeiter und vieler Pfarrangehöriger erleichtert wurde. Ich dankbar für die freundliche und  entgegenkommende Aufnahme in der Pfarrei.

 

MSO: Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre Arbeit in der Kirchengemeinde?

 

Pfarrer Leibl:  Es ist schade, dass nach der Entspannung im Sommer, mit dem Herbst nun wieder stärkere Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Kraft getreten sind, was auch die Pfarrarbeit erschwert. Notwendige Planungen in der Pfarrseelsorge sind derzeit schwierig, viele Veranstaltungen können nicht stattfinden und die vielen Kontaktbeschränkungen erschweren doch die Gemeindearbeit.

 

MSO: Wie verbringen Sie Ihre eingeschränkte Freizeit während des Lockdowns?

 

Pfarrer Leibl:  Ich bin in Kontakt mit meiner Familie, auch durch praktische Mitarbeit in der Landwirtschaft. Gelegentlich gehe ich spazieren; die sportliche Initiative beschränkt sich meistens auf das Interesse an Sportnachrichten, als Fußball- und Wintersportfan.

 

MSO: Was wissen Sie von dem ehemaligen Kloster Oberroning?

 

Pfarrer Leibl:  Vor meiner Zeit als Pfarrer hatte ich keine persönlichen Kontakte. Aus Informationen ist mir bekannt, dass die Ordensgemeinschaft der Salesianerinnen eine allgemein angesehene Realschule aufgebaut hat, die auch nach dem Weggang der Schwestern geschätzt und nachgefragt ist.

 

MSO: Sind Sie auch an einer Schule tätig und unterrichten Religion?

 

Pfarrer Leibl:  Als Ortspfarrer unterrichte ich an der Grundschule in Rottenburg, zwei dritte Klasse mit Blick auf die Erstkommunionvorbereitung. Ich bin dort gerne tätig, leider erschwert die Coronaproblematik den planmäßigen Unterricht.

 

MSO: Konnten Sie einen Weihnachtsgottesdienst 2020 abhalten? In welchem Umfang und mit welchen Einschränkungen?

 

Pfarrer Leibl:​  Unter Einhaltung der Hygienevorschriften und Auflagen wurden zusätzliche Gottesdienste angeboten, um trotz eingeschränkten Platzangebots die Teilnahme der Pfarrangehörigen zu ermöglichen. Schade ist, dass ein Gemeindegesang der schönen Weihnachtslieder nicht möglich war, was ja auch weiterhin gilt und nur zum Teil durch kleine Gesangsgruppen oder Kantoren ausgeglichen werden kann.

 

MSO: Was bedeuten "Kirche" und "Glaube" für Ihre Gottesdienst-Besucher in diesen Tagen?

 

Pfarrer Leibl:  In Zeiten von Corona sind notwendigerweise viele um ihre Gesundheit besorgt, wodurch die Prioritäten deutlich zutage treten. Dabei kann der Blick über den allgemeinen Horizont hinaus, gerade in der immer wieder gesuchten Begegnung und Gemeinschaft mit den menschgewordenen Gottessohn, „dem Gott mit uns“ das Leben bereichern, heil machen und mit Sinn hinterlegen.

 

MSO: Was werden Sie nach dem Lockdown als Erstes machen (beruflich/privat)?

 

Pfarrer Leibl:  Als Erstes werde ich einen gewaltigen freudigen Luftsprung machen, mit einem Dank für den großartigen Einsatz vieler gerade in den Pflegeberufen – aber auch an Gott für die Zeit der Besinnung.

Ich werde die Möglichkeiten der zulässigen Freizeitbetätigung (Sport und Kultur) freudig nutzen und als „Selbstversorger“ vor allem die Gastronomie.

 

MSO: Was wünschen Sie sich für das Jahr 2021?

 

Pfarrer Leibl:  Ein Abklingen der Coronapandemie mit gelockerten, vertretbaren Umgangsregeln, sowie die Wiederaufnahme eines regen pfarrlichen und gesellschaftlichen Lebens.

Ich möchte gern allen, einen umfassenden Schutz vor Gefährdungen aller Art, eine weltweite Allianz zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit (Klima, Wirtschaft, Frieden) und eine Besinnung auf die Basis menschlichen Lebens, eine lebendigen, fundierten Glauben an Gott wünschen.

 

MSO: Lieber Herr Pfarrer Leibl, ein herzliches Vergelt’s Gott, dass Sie sich Zeit für uns genommen und uns Rede und Antwort gestanden haben! Wir wünschen Ihnen einen guten Start in Ihrer Pfarreiengemeinschaft und freuen uns darauf, wenn wir Sie „live“ im Gottesdienst in der Mariae Himmelfahrs Kirche in Oberroning erleben dürfen!

 

 

*inkardiniert: Aufnahme eines römisch-katholischen zu einer ihm übergeordneten Instanz innerhalb der Kirche.

 

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